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Endlich abnehmen: Wie geht schlank und nachhaltig einkaufen?

Endlich abnehmen: Wie geht schlank und nachhaltig einkaufen?

Wie kaufe ich schlank und nachhaltig ein? Ein Diätkoch klärt auf!

Abnehmen in einer nachhaltigen Welt ist heute ein immer aktuelleres Thema, das viele Fragen aufwirft. Diätkoch Dustin Wassermann stand uns in einem ausführlichen Interview Frage und Antwort.

Im heutigen Teil unseres Interviews erklärt Dustin uns, was wir beim Einkaufen beachten dürfen und was es mit den Trends Bio, nachhaltig, saisonal, regional auf sich hat.

 

- Gesund ernähren beginnt mit dem Einkauf -

 

dynatics: Warum denkst du ist Abnehmen und gesund ernähren heutzutage ein allgegenwärtiges Thema?

Dustin: Vor ein, zwei Jahren sagte man noch „Ernährung, Bewegung, Körperbewusstsein“: Das ist jetzt ein etwas längerer Trend, der aber auch wieder verschwinden wird.“ Jedoch hat sich gezeigt, dass es immer weiter in die „healthy“ Richtung geht, was ich persönlich auch gut finde. 

Das liegt daran, dass die Presse und damit auch viele Menschen sich bewusst mehr mit dem Thema Ernährung befassen. Sie erkennen, dass wir in einer Welt leben in der Zuckergetränke als kinderfreundlich angepriesen werden und hochkalorische Salate aus Fastfoodketten plötzlich das Etikett „Fitness“ bekommen. Das hat zum Nachdenken angeregt: Ist dieses beworbene Essen wirklich gesund? Möchte ich mich weiter von, sagen wir mal, Tiefkühlpizza ernähren oder lieber etwas für meinen Körper tun? Vielleicht fühle ich mich durch eine andere Ernährung fitter und besser.

Auch die sozialen Medien tragen viel zur Bewusstseinsentwicklung bei. Man sieht Videos und Vorher-Nachher-Bilder mit dem Thema „So sah ich aus und so fühle ich mich jetzt.“ Man sieht dazu positive Feedbacks von anderen Leuten, die auch gerade an diesem Lebenswandel arbeiten. Das löst schon fast eine Art Gruppenzwang aus, welcher in diesem Fall, sogar mal vorteilhaft ist.

 

dynatics: Wenn man von „gesunder Ernährung“ spricht, fallen heute auch schnell Wörter wie „vegetarisch“ und „vegan“. Was empfindest du bei vegetarisch und vegan?

Dustin: Vegetarisch und vegan haben für mich durch Erfahrungen aus der Gastronomie einen bitteren Beigeschmack. Gastronomen sind immer wieder Trenderscheinungen ausgesetzt. Gäste bestellen, was im Trend ist. Wenn ich an vegetarisch oder vegan denke, fällt mir als erstes ein Beispiel mit Diabetes ein. Das hört sich erst widersprüchlich an, aber wir Köche haben eine Zeit lang erlebt, dass Gäste sagten, sie seien Diabetiker und dürften keinen Zucker essen. Wir setzten diese Angabe in der Küche um. Nach dem Essen bauten wir eine Petit-Fours-Pyramide auf und die angeblichen Diabetiker gönnten sich ein kleines Törtchen nach dem nächsten. Natürlich können Diabetiker sich dafür Insulin spritzen, jedoch nehme ich als Koch die Bitten meiner Gäste ernst, besonders wenn sie sagen, dass sie absolut keinen Zucker essen dürften und mache mir einen entsprechenden Aufwand. Aber in dem Fall war es ein Trend. 

Viele ernähren sich aufgrund von Empfehlungen in Zeitschriften und Medien nun vegetarisch oder vegan. So lernte ich Leute kennen, die behaupteten Diabetiker zu sein und zwei Jahre später waren sie überzeugte Veganer oder Vegetarier, aber keine Diabetiker mehr. Oft sind es einfach Trenderscheinungen. 

Ich persönlich bin der festen Überzeugung, die ausgewogene Kost zählt. Also 1-2 Mal in der Woche Fleisch, Fisch oder Geflügel, um dem Körper die notwendigen Eiweiße zu liefern. Das müssen keine Mengen sein, da Tierprodukte viel Eiweiß enthalten, und die restlichen Tage kann man sich gerne vegetarisch ernähren. 

Aber bitte versteht mich nicht falsch: Es ist verständlich, dass Menschen aus Überzeugung oder aufgrund der Massentierhaltung und den damit verbundenen Umweltschäden auf den Verzehr von Tierprodukten verzichten möchten. Dabei dürfen sie meiner Meinung nach, aber nicht vernachlässigen, dass der Körper eine ausgewogene Nährstoffzufuhr braucht. 

 

- Vegetarische und vegane Ernährung will gut recherchiert sein -

 

Bezüglich der Umsetzung von vegetarisch oder vegan: an erster Stelle steht dabei die Bereitschaft zur Recherche über die ausgleichenden Lebensmittel und die Einbindung dieser in den eigenen Ernährungsplan. Ansonsten ist das Risiko von Nährstofflücken sehr groß. 

Grundsätzlich ist es dann gut möglich, sich komplett vegetarisch zu ernähren. Als Ersatz für das Eiweiß in Fleisch, Fisch oder Geflügel gibt es eiweißhaltige Lebensmittel, wie Eier, Milch und Hülsenfrüchte, die die fehlenden Eiweiße ersetzen und für einen ausgewogenen und vollständigen Ernährungsplan sorgen. 

Sich komplett vegan zu ernähren sehe ich kritischer. Da brechen nochmal mehr Nährstoffe weg, die der Körper braucht, als bei der vegetarischen Ernährung. Um alle tierischen Eiweiße, wie in Milch oder Eiern, zusätzlich zu ersetzen, müsste man teilweise Massen an pflanzlichen eiweißhaltigen Lebensmitteln, wie Hülsenfrüchten, zu sich nehmen. Massen, weil diese Lebensmittel auf die Menge gesehen weniger Eiweiß beinhalten als tierische Produkte. Das Risiko von Mangelerscheinungen, Leistungsabfall oder Nährstofflücken ist dadurch höher. Oder man nimmt Zusatzpräparate, aber wenn diese nötig sind, ist für mich die Frage, ob das der richtige Weg ist. Der Körper gewöhnt sich zwar an vieles, und könnte sich auch minimal runterfahren, was ich aber eher als Raubbau bezeichnen würde als sinnig. Klar ist vegan möglich, aber dafür sind Recherche und die Bereitschaft zu einem größeren Aufwand nötig. 

 

- Muss es immer Bio sein? -

 

dynatics: Mittlerweile werden wir mit immer neuen Informationen zu Lebensmittel überschwemmt. Wir stehen im Supermarkt vor Obst und Gemüse und fragen uns: Was kann ich guten Gewissens essen? Muss es wirklich immer Bio sein?

Dustin: Diese Frage ist nicht pauschal mit ja oder nein zu beantworten, denn es ist jedem selbst überlassen und es spielen eine Menge Punkte zusammen.

Zuerst einmal muss man dafür wissen: Was bedeutet Bio und wie groß ist der Unterschied zwischen Bio und „Normalprodukten“? Bio Produkte sind meistens Bio-zertifiziert. Bei Obst und Gemüse bedeutet das, dass weniger Schadstoffe, wie Düngermittel, Pestizide und Fungizide, benutzt werden, um diese Produkte beispielweise vor Pilzbefall zu schützen und das Wachstum zu fördern. Das Abwaschen von Obst und Gemüse vor dem Verzehr, reinigt das Äußere der Pflanzen. Bei Bio-Pflanzen findet man darüber hinaus keine verabreichten Schadstoffe innerhalb der Pflanze, die von ihr während des Wachstums bei der Aufnahme von Nährstoffen aufgenommen wurden. So ist die Belastung unseres Körpers durch solche Bio-Produkte geringer. Bei Tieren ist das ähnlich. In der nicht-Bio-Zucht werden Wachstumsbeschleuniger oder zum Schutz vor Krankheiten auch Antibiotika in das Futtermittel gemischt. Beim Verzehr dieser nicht-Bio-Tierprodukten nehmen wir diese Stoffe dadurch dann auch selbst zu uns.

 

Einkaufen-Risotto-mit-Garnelen-Erbsen-und-Feigen-Rezepte

  (Risotto mit Garnelen, Erbsen und Feigen)

Auch gibt es geschmackliche Unterschiede zwischen Bio und nicht-Bio. Dies kann man gut an Eiern selbst testen: Bereitet euch jeweils ein Ei der verschiedenen Haltungen zu: Freilandeier, artgerechte Haltung und Gehege-Haltung. Ein Otto-Normal-Verbraucher wird zunächst keine großen geschmacklichen Unterschiede schmecken, ein Hobbykoch oder Fachmann hingegen schon, egal ob es um Eier, Äpfel oder Kartoffeln geht. Die Wahrnehmung der Geschmacksunterschiede hängt von der Häufigkeit ab, die die Person frisch kocht und wird mit der Zeit intensiver werden. 

Wichtig ist bei der Entscheidung Bio oder nicht-Bio auch das Ernährungsbewusstsein, mit dem man einkaufen möchte. Zum einen geht es hierbei um den Nährstoffgehalt der Produkte: Manche Personen greifen zu den frischen Produkten wie Äpfel, Kohlrabi oder Karotten. Andere Personen bevorzugen die Tiefkühlware oder sogar Konserven. Zwar gibt es auch bei Konserven gute Produkte, aber grundsätzlich sind sie denaturiert, haben also weniger Mineralien und Vitamine, die dem Körper helfen würden seinen Tagesbedarf zu decken. 

Zum anderen geht es hierbei auch um die Nachhaltigkeit: Möchte man zum Beispiel dabei helfen Verpackungsmüll sowie Transportkosten einzusparen und die Leute, die diese Richtung mitgehen unterstützen, kauft man Bio- oder regionale Produkte und diese nicht unbedingt vom Großlieferanten. 

Davon abgesehen ist Bio natürlich ein Kostenfaktor, den vielleicht nicht jeder bereit ist auszugeben. Dann reicht in vielen Produktstufen auch das Normal-Produkt. 

Man sollte sich grundsätzlich bewusst sein: Möchte ich mich gesund ernähren, fängt das auch schon damit an, wo und welche Produkte ich kaufe. 

 

- Regionaler und saisonaler Handel lässt unser Angebot steigen -

 

dynatics: Wir beobachten aktuell eine Tendenz zum regionalen und saisonalen Kauf von Lebensmittel. Was empfindest du als jemand, der sich schon lange intensiv mit Lebensmitteln beschäftigt bei diesem Mind-Change?

Dustin: Ich finde die Themen regional, saisonal sehr interessant. Bei Gastronomen ist der Trend dahingehend, dass sie erneut regionale und saisonale Kost anbieten und dafür den Kontakt zu landwirtschaftlichen Betrieben und Lieferanten suchen, die versuchen die Produkte aus der Region zu bekommen.

Da die Gäste regionale Kost wieder stärker zu schätzen wissen, können wir Gastronomen ein so gut wie ausgestorbenes Fach neu beleben.

Früher war es noch normal, dass man als Gastronom zu seinem Schlachter oder Hof des Vertrauens gegangen ist, um Kartoffeln, Äpfel, Birnen oder andere saisonale Produkte aus der Region zu kaufen. Viele kleine Bauern können durch den jetzigen nachhaltigen Trend erneut ein zusätzliches Bei Brot verdienen. 

Dadurch können wir unterstützen, dass sich Regionales und Saisonales auf lange Sicht weiter ausbauen kann. Erst kriegen wir dann nur wenige Produkte aus der Region, aber auf lange Sicht und mit größeren Geschäften, die mitziehen, können wir immer mehr Produkte regional und saisonal wiederbekommen. Damit werden wir unsere eigene Region wieder stärken und kennen lernen. Ich bin ein großer Befürworter davon.

 

dynatics: Ist es für uns nicht umständlich alle Lebensmittel regional zu beziehen?

Dustin:  Nein, das hört sich vielleicht erstmal nach viel Arbeit an, ist es aber gar nicht. Man kann dafür zum Händler seines Vertrauens oder sogar einer großen Kette gehen. In der Regel ist die Herkunft auf dem Produkt verzeichnet. 

Bei der Bezeichnung „regional“ ist allerdings wichtig zu wissen, dass der Begriff nicht gesetzlich definiert ist. Regional würde für uns heißen, dass wir die Produkte aus der Region bekommen, aus der wir kommen. Die Händler können jedoch mit dem Begriff „regional“ spielen und ihn unterschiedlich für sich definieren. 

Große Ketten haben hier einen Vorteil, da sie ganz Deutschland als ihre Region bezeichnen können und so auch deutschlandweit Produkte „regional“ beziehen können. Das relativiert die Bezeichnung „regionale Produkte“. Selbst auf dem Gemüsemarkt kann es passieren, dass Händler regionale Produkte anbieten, die weniger regional sind, als wir es vermuten. Daher hilft es immer nach der Definition der Händler für ihre „regionalen“ Produkte zu fragen. Bei Händlern, die begrenzter regional handeln, ist die Produktauswahl dementsprechend natürlich beschränkter. Eine weitere sichere Alternative ist das Einkaufen direkt beim Bauern.

Für diese Entscheidung in welchem Ausmaß man regional und saisonal einkaufen möchte, hilft es, sich selbst klar zu machen, was man mit einem regionalen Einkauf unterstützt: man verringert Transportwege und unterstützt die eigene Region. 

Möchten man den nachhaltigen Lebensstil optimal umsetzen und ausschließlich auf regionale Produkte zugreifen oder möchte man auch auf ausländische Produkte, wie die Schweizer Schokolade zurückgreifen. Diese Produkte haben zwar einen längeren Transportweg hinter sich, aber ich bin der Meinung, man sollte nicht auf alles verzichten müssen. Wichtig ist, dass man ein Bewusstsein dafür hat, woher seine Lebensmittel kommen.

 

dynatics: Vielen Dank für das Interview Dustin.

Gerade ein straffer Alltag macht schlanke Ernährung schwierig. Nächstes Mal gibt Dustin uns Tipps für die schlanke Ernährung unterwegs und schnelle, einfache Rezepte für zwischendurch! 

Du hast noch Fragen? Schreib sie in die Kommentare! 

Eine Hilfestellung auf dem Weg zur schlanken Figur im Alltag, angepasst an deine individuellen Bedürfnisse, bieten wir dir mit unserem Mental-Coaching-Programm für SIE und IHN. Wir sind der festen Überzeugung, dass Wissen und Bewusstsein die Basis sind, um langfristig den Traumkörper zu erzielen. Denn nur wenn du verstehst warum du etwas tust, wirst du dauerhaft erfolgreich sein. Mit dynatics erlangst du Praxiswissen im Bereich Fitness und Ernährung und erlernst deine Gewohnheiten zu nutzen, um einen für dich langfristig umsetzbaren Weg zu erarbeiten. Gemeinsam schaffen wir das! Lass uns jetzt starten!

 

Wer ist Dustin Wassermann?

Dustin schloss 2006 seine Ausbildung zum Koch im Fürstenhof Celle im Restaurant Endtenfang ab. In den folgenden Jahren sammelte er Erfahrung in Sterneküchen sowie in verschiedenen Küchen Europas, darunter in Portugal, Frankreich und der Schweiz. Zusätzlich hat er sich als Ausbilder und Diätkoch qualifiziert. So ist es kaum verwunderlich, dass Ernährung immer ein wichtiger Bestandteil seines Lebens war und ist. Auch für dynatics hat Dustin den Kochlöffel geschwungen und leckere, von uns für euch zusammengestellte, Gerichte gezaubert.

"Ein Funke reicht meist schon aus, man muss ihm nur noch folgen!"

Dustin-Wassermann

 (Dustin Wassermann)

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